Krieg‘ den Arsch hoch

Wie lang hab ich jetzt mit dem Blog rumgetrödelt?
Ja, 3 Monate!
Schande über mich.

Eigentlich bin ich jemand, der schnell seine Arbeit erledigt, aber der Blog hat sich in die Länge gezogen. Die Frage „Warum?“ ist vollkommen gerechtfertigt.

Ich kam nicht in die Gänge. Alles blieb liegen, weil ich schwarz sah. Nichts was ich mir vorstellte hat funktioniert. Meine Helfer konnte meine Wünsche nicht umsetzen, wegen technischer Begrenzungen. Und so gab ich, wie früher, innerlich schon halb auf. Ich weinte, weil mir das alles hier, unglaublich wichtig ist. Ich wusste nicht mehr weiter.
Was ich in dem Moment vergaß, war die Tatsache, dass alle die, die dort sind, wo ich hin will, auch nie alles vorher wussten. Sie suchten sich die Hilfe, die sie benötigten und versuchte hunderte oder sogar tausende Wege. Und was tat ich? Ja, ich saß da und hab geheult, dass alles nicht funktioniert. Sehr hilfreich. NICHT.

Ich will nicht sagen, dass ich alleine soweit gekommen bin, denn das wäre glatt gelogen. Erstmal war ein Arschtritt meines Coach nötig, damit ich überhaupt wieder Mut fasste. Zuerst dachte ich, dass es mir nicht wichtig genug ist und war verzweifelt. So viel Zeit und Geld habe ich investiert und dann soll es nicht das richtige sein? Nein, das wollte ich so nicht und ich werde endlich meinen Hintern hochbekommen. Denn ich habe gemerkt, dass mir die Arbeit an dem Blog mehr Energie gibt als, dass sie nimmt. Mir war nach zwei Tagen klar, wenn ich das hier durchziehe und es danach Scheiße ist, dann ist es eben so. Aber ich habe in dem Moment, in dem ich genau das am meisten wollte, dafür gekämpft.

Genauso wäre das alles nicht ohne meine Helfer möglich gewesen. Da sind meine Arbeitskollegen, die mir ihre Zeit geschenkt haben. Meine Cousine, aus Österreich, die mich fotografierte, meine Bilder bearbeitet und mir bei meinem Design half. 

An der Stelle möchte ich allen, die mir halfen und zur Seite standen, danken. Es war niemals selbstverständlich für mich, dass ihr mich unterstützt. (Wenn ich wen vergessen habe, verzeih mir)

Was mir aber wichtig ist, all das kommt nicht von irgendwoher. Ich bin aufgestanden und habe meine Zeit, meine Nerven und mein Herz an die Sache gehängt. Habe überlegt, wen ich fragen kann, wer dafür die nötigen Kenntnisse hat und wer meine Wünsche versteht.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig, da es Menschen gibt, die dir helfen würden aber im Nachhinein über dich reden. Sie machen sich über dich lustig und respektieren dich und deinen Wunsch nicht. Solche Menschen sollte man meiden, nicht nur bei der Bitte nach Hilfe sondern allgemein.

Die wichtigste Lehre in dieser einen Woche in der ich alles dann endgültig gemacht habe war: Wenn du etwas von Herzen willst, dann bewegst du Himmel und Erde dafür. Dafür braucht es manchmal einen Schubser aber das ist okay, da wir verlernt haben zu träumen.

Doch kurz zu den Problemen die auftreten können. Du trittst in Fettnäpfchen und verlässt dich auf Versprechen anderer. Badest im kleinen Erfolg und bist völlig von den Socken, wenn etwas kaputt geht. Es gibt so vieles was passieren kann und du bist nicht darauf vorbereitet. So ist das Leben.

Das klingt alles sehr pessimistisch und schwarzmalerisch, aber ich weiß, dass es Momente gibt, da musst du dir eben zaubern beibringen. Egal was kommen mag und wie gut du auch sein magst bis zu dem Zeitpunkt, du warst darauf vorbereitet. Auf gut Deutsch, sei darauf gefasst, dass du nicht gefasst sein wirst.

Und so tat ich es auch, ich setzte mich mit der Materie auseinander und suchte mir Alternativen. Denn eins musst du wissen, es gibt immer eine Lösung. Rausreden kannst du dich immer, aber willst du das? Willst du sagen müssen: Ja, ich würde ja aber ich kann nicht, weil ich zu faul war mir den Arsch aufzureißen.? Das bezweifle ich ganz hart.

Der Blog ist nur eine Variante der Umsetzung meiner Träume und Wünsche.

Es gab mein Leben lang schon Situationen wo ich andere beneidet habe und auch so sein wollte wie sie. Das Problem an der Sache war immer, dass ich mir vorstellte, wie ich das erreiche, aber nie in die Umsetzung kam. Vielleicht fing ich mal an, beim Ballett, mir vorzunehmen mich öfter oder sogar täglich zu dehnen. Da ich deprimiert war, dass Neue im Unterricht einen Spagat nach 5 Monaten hinbekamen. Was ist passiert? Nichts! Genau.

Immer war ich im Kopf die perfekte Tänzerin und habe alle hinbekommen, aber in der Realität war ich genauso unflexibel wie davor. Körperlich wie Geistig.

Mittlerweile habe ich mein geliebtes Hobby aufgegeben, da ich merkte, dass ich keine Motivation dazu habe. Jedoch habe ich angefangen täglich Yoga zu machen, früh morgens bis zu 60 Minuten und abends auch nochmal 30 Minuten. Warum erzähl ich dir das? Weil beim Yoga ich mich wirklich drauf einlassen kann und auch Fortschritte mache, wenn ich mir sie vornehme. Woran das liegt? Daran, dass ich jeden Tag morgens aufstehe und mich wirklich hinstelle und anfange. Meine Vorstellung: Ich will Yoga machen, um Körper und Geist in Ruhe hoch- und runterzufahren. Nebenbei erreiche ich auch kleine körperliche Ziele, wie eine bessere Flexibilität.

Ein ähnliches Schema läuft bei mir, wenn ich neue Menschen kennenlernen möchte. Ich bin ein Gewohnheitstier, wir alle sind das. Verlassen uns auf die gleichen Menschen, seit Jahren. Wenn sie weg sind, dann versinken wir kurz in Trauer und kommen nicht mehr hoch. Alles kein Problem, wenn ich mich dazu bringen könnte einfach neue Menschen kennenzulernen. Ja, das ist so eine Sache. Ich würde mich gerne in neuen Kreisen bewegen, aber ich hab keine Ahnung wo ich anfangen soll. Das ist genau das Gegenteil von meinem Blog, ich frage nicht und sitze rum und bemitleide mich selbst. Aber, versprochen, die nächste Baustelle ist diese hier und ich werde das Haus fertig bauen. (Ja, das war ein Versprechen an mich selbst.)

Um das Ganze mal aus einer andere Endposition zu sehen nehmen wir mein Liebesleben. In Berlin gibt es viele Möglichkeiten, Männer kennenzulernen, sie zu daten und vieles mehr. Hier war ich nie zu faul, um mich an mein Ziel zu machen, doch am Ende kam nie das gewünschte Ergebnis dabei raus. Es scheiterte an dem oder an jenem, nie kam es zu einer ernsthaften Beziehung. Doch das ist vollkommen in Ordnung. Und weißt du warum? Weil es dann eben nicht sein sollte. Genau das ist nämlich das Phänomen, dass ich beschrieben hatte. Durchgezogen und es passte dann am Ende nicht, das ist aber nicht schlimm, da ich weiß, dass ich es versucht habe.

Wie du siehst kann das in den verschiedensten Bereichen deines Lebens passieren. Du verlierst deine Träume und Wünsche aus den Augen, verfolgst sie und scheiterst oder kommst am Ende einfach an.

Deswegen möchte ich dich hiermit liebevoll erinnern, dass nur du der Meister in deinem Leben bist. Da mögen Stürme, Erdbeben und Menschenmassen auf dich zukommen, aber du bist der Mensch der entscheidet, ob er sich festhält oder loslässt und in der Versenkung verschwindet.  Gib deine Träume nicht auf, manchmal sind sie gar nicht so weit entfernt wie du denkst und manchmal legst du eine Weltreise zurück.

Was zählt ist der Weg, also geh los!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.