Chaos im Gefühl

Im Moment ist es schwierig. Schwierig mit meinen Gefühlen. Nach einigen Gesprächen und mehr oder wenigeren Klärungen, ja, befinde ich mich im Gefühlschaos.

Von der Angst, von der ich ja schon berichtete, bis hin zum Herzklopfen der Hoffnung und Freude. In letzter Zeit habe ich eine Achterbahn der Gefühle erlebt. Es gab Momente, in denen mir das ziemlich bewusst war, was ich da grade fühle. Und dann gab es Momente, in denen ich sie nicht wahrnahm, die mir jetzt, Tage danach, bewusst werden.

Es ist ein komisches Gefühl wenn man einfach am Boden seiner Wohnung liegt und nichts anderes macht, als zu versuchen herauszufinden was man wirklich will. In Bezug auf andere Menschen. Denn eins ist sicher, ich habe da glaube ich eine ziemliche Herausforderung vor mir. Da ich auch noch nicht weiß was genau da auf mich zukommt werde ich versuchen ein bisschen zu reflektieren. Denn ich bin eine Frau und Frauen wird meist sprechdenkend klar, was grade Sache ist. (Spruch meiner Mutter, die mich durch meine Live, darauf aufmerksam machte)

Also, ich spreche zwar nicht, aber schreiben ist für mich quasi das Gleiche.
In meinem Live sprach ich schon darüber, dass es grade zwei Personen in meinem Leben gibt, die mir ein wenig Kopfzerbrechen bereiten. Am besten fange ich mit der einen Person an, wir nennen sie jetzt einfach mal… (Okay, nein, ich schaff es nicht der Person einen anderen Namen zu geben, deswegen bleibt sie Person A)

Person A hatte eine Art Verhältnis mit mir, es ging so zwei Monate ungefähr. Da wir uns fast täglich sahen, wurde es irgendwann wie eine Beziehung. Da ich hier niemandem Probleme bereiten will, werde ich das alles nicht weiter erläutern. Nachdem diese Person, sich einen Monat, nicht gemeldet hatte. Zufällig nachdem ich ihm gestand Gefühle für ihn zu entwickeln und wir beschlossen mehr Zeit, in Richtung Dates, zu verbringen, war ich sauer. Ja, zuerst war ich sauer und enttäuscht. Wenn ich ihm doch so wichtig war, warum hat er sich nichts einfallen lassen mich zu erreichen? Warum keine Unternehmungen, so wie geplant?
Ganz einfach, ich war nicht wichtig genug. Das klingt abwertend, aber es war eben so. Ich bin der Meinung, dass wenn ich wen gern habe, auch Zeit mit ihm verbringen will. Naja, da das aber nicht der Fall war und ich selbst auch irgendwann nicht einen einzigen Gedanken daran „vergeudet“ habe, mich zu fragen ob denn alles in Ordnung sei, war es irgendwo bisschen unverständlich warum ich sauer war.

Deswegen war ich am zweiten Tag des Wiedersehens nicht mehr sauer. Ich wollte Frieden. Somit sprach ich ihn darauf an und stellte klar, dass ich mit ihm normal reden will. Keine Vorwürfe oder sonst etwas, so wie vorher. Natürlich geht sowas schlecht wie vorher, wenn man bedenkt was davor alles passiert ist. Aber wir sind keine kleinen Kinder mehr, die sich mit Sand bewerfen, deswegen war das Gespräch ganz gut, denke ich.

So und jetzt zu Person B. (Ich kann dieser Person auch keinen anderen Namen geben, das würde sich einfach noch komischer anfühlen, als bei Person A)
Die Person liegt mir am Herzen, sie kennt mich unglaublich gut und ich weiß wie sie ist. Jede Eigenheit und auch jede nicht geschickte Nachricht. Nur eins war mir nicht klar, etwas ziemlich offensichtliches. Da ich mir aber nicht sicher bin, ob die Person das überhaupt selbst weiß, kann ich irgendwie nicht glauben, dass es so ist. Es  würde vieles erklären, einige Aussagen, viele Handlungen aber auch vieles unverständlich machen. Was es für mich schwierig macht, ist die Tatsache, dass die Person nicht mit mir darüber reden wird. Nein, sie schweigt und weigert sich meine Fragen zu beantworten. Da ich ein Mensch bin, der die Dinge verstehen will und neugierig ist, hab ich das Gefühl dauernd von Wut zu Hoffnung zu rutschen und dann wieder in Panik zu verfallen. Die eine Seite wäre gut für mich, da ich mir irgendwo so etwas wünsche. Auf der anderen Seite kann ich mir ein böses Ende gut vorstellen und das könnte ich mir nicht verzeihen.

Mein Plan in der einen Sache braucht Zeit, ich muss warten wie Person A sich verhält. Bei Person B habe ich keinen Plan. Okay, vielleicht Ansätze aber die umzusetzen wird schmerzhaft oder vielleicht mehr als unangenehm. Doch was bleibt mir übrig? Ich kann nicht ewig hier in meinem Tief sitzen! (Die Hausaufgabe stresst schon genug)
Und wo wir grad bei der Hausaufgabe sind, ich kann mich partout nicht konzentrieren und bin dauernd irgendwie bei einem dieser beiden Menschen. Was mich dezent abfuckt!

Die einzige Sache die mir grade wirklich den Raum der Freiheit gibt, ist das Schreiben. Hier kann ich einfach ich sein. Kann loswerden was ich sagen möchte und auch wenn ich darüber schreibe habe ich das Gefühl, dass es einfacher wird. Einfacher abzuwarten. Denn ich glaube es gibt nichts aufreibendes als zu Warten. Warten auf etwas was man nicht lenken kann. Ich kann nur darauf reagieren, mehr kann ich erstmal nicht tun. Das fühlt sich an als hätte ich Fieber, mitten im Hochsommer. Man schwitzt und hat einfach Gänsehaut, weil der Körper nicht weiß wohin mit sich.

In vereinzelten Momenten wo mir die Tränen übers Gesicht laufen wünsche ich mir, dass der Schmerz aufhört und dann sehe ich meine Pflanzen an und denke mir: „Mädchen, du bist 21 Jahre, du tust so als sei dein Leben vorbei, weil sich das grade wie ein Weltuntergang anfühlt!“. Wie im letzen Post schon gesagt, ich neige zur Selbstfolter. Aber hier ist es irgendwie etwas sehr Menschliches, denn alle verzweifeln mal. Natürlich kommt man aus diesem Loch raus, aber manchmal brauch ich diese Tränen, denn ich habe sonst kein Ventil für diese Gefühle. Wie sollte man sonst Verzweiflung ausdrücken? Es befreit und gibt einem das Gefühl noch am Leben zu sein, also werde ich mich bemühen wieder mehr zu fühlen. Auch wenn es im Moment echt nicht die schönsten Gefühle sind. Es hilft mir besser mit Situationen umzugehen.

Eins noch zum Abschluss, egal was dir andere für Bedingungen setzen und Verbote auferlegen, Scheiß drauf. Niemand, aber auch wirklich niemand, hat das Recht dir etwas zu verbieten. Alle gut gemeinten Ratschläge und Bedenken kann man sich offenbaren. Eine Grenze setzt du jedoch selbst. Schon einmal hab ich von Souveränität geschrieben, in meinem Post Nachricht von dir. Da ich in der Situation etwas meine verloren habe fällt mir das jetzt auf die Füße. Hätte ich wie sonst auch um mein Leben gekämpft wär ich wahrscheinlich nicht in der Situation. Aber wenn das Wörtchen Wenn nicht wär, wär ich heute, äh, nicht in dem Tief.

Somit also abschließend:
Dein Leben = Deine Entscheidungen = Deine Erfahrungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.