Copy & Paste

Jeder hatte damals in der Schule im Englischunterricht, Deutsch oder einer anderen Sprache das Thema. Weil es einfach umzusetzen ist und jeder da mitreden kann. Es muss niemand besonderes für die Welt sein aber jemand besonderes für dich.

Dein Vorbild
Dein Idol
Dein Mentor

Erstmal muss man hier erklären, dass es hier einen Unterschied gibt zwischen den dreien. Ach ja? Jap, da gibt es einen!

Also, ein Vorbild ist jemand der dir als Beispiel dient, eine Person deren Leben du verfolgst und daraus Dinge lernst. Muster kopierst und in deinen eigenen Worten und Taten wiedergibst.

Ein Idol ist mehr jemand den du vergötterst. Die meisten Idole sind Stars, logisch oder?

Einen Mentor hast du wenn, dich jemand begleitet, dessen Lebensstil feierst. Er gibt dir Tipps und Ratschläge und kommuniziert direkt mit dir. Hier kopierst du nicht nur, sondern hast auch einen Lehrer.

Soviel zum theoretischen. Ich habe auch ein Vorbild, früher gab es auch ein Idol und einen Mentor habe ich leider noch nicht, aber das ist nicht weiter schlimm.

Erstmal zu meinem Vorbild. Mit Stolz kann ich behaupten, dass das meine Mutter ist. Vorbilder befinden sich meist auch im näheren Umfeld. Genauso hat man meist nicht nur eins. Aber ich möchte den Raum erstmal meiner Mutter geben.

Du musst wissen, meine Mutter hatte nicht die einfachste Kindheit, ebenfalls war auch der Rest bis zu ihrem Turn nicht so prickelnd. Bis heute hat sie mit einigem aus der Vergangenheit zu kämpfen, besonders mit jemandem der sie behandelt als sei sie nicht gewollt.

2008 entschied sie aus dem Rad auszusteigen. Genau, mit zwei Kindern und einem Mann an ihrer Seite, stieg sie aus. Zuerst wurde nur nebenbei eine Weiterbildung nach der anderen gemacht und dann schlussendlich doch gekündigt. Mit völligem Unverständnis reagierte ihre Familie, abgesehen von meinem Vater, meiner Schwester und mir. Immer mehr Vorwürfe, wie man denn seinen sicheren Job aufgeben und etwas so unvernünftiges, wie Tanzen in Grundschulen, machen kann. Jahrelang kämpfte sie, man sah es ihr vielleicht nicht an und nahm es nicht wahr, aber sie hatte ordentlich zu tun. Ich kann mir nur zu gut vorstellen, wie  gerne meine Mutter das Handtuch geworfen, losgeweint hätte und wieder zurückgegangen wär. Doch hat sie bis heute nicht einmal nachgegeben. Zwar mag sie zwischendurch mal ihren Weg verlassen haben und eine andere Richtung eingeschlagen haben, aber sie kam immer wieder darauf zurück. Wir alle verlaufen uns in einer Stadt die wir nicht kennen.

Eins muss ich mir wirklich eingestehen, so verrückt ich meine Mutter früher immer fand um so mehr bewundere ich sie jetzt. Denn sie hat mit ihrem Alter nicht aufgegeben, sie hat sich den Arsch aufgerissen und weiß, dass sie ihre Zeit nutzen muss. Verständlich oder?

Die Leute die sich jetzt mit ihrer Zukunft beschäftigen, sind meist nicht viel älter als ich und am Anfang ihres Lebens. Doch meine Mutter hat schon mehr als ich erlebt und hält immer noch durch. Da halt ich mich sehr oft an sie, denn ich war schon so oft am Aufgeben. Tagelang hing ich in nem Tief und wusste nicht wohin. Gedanken die mich da wieder rausholen sind die an meine Mutter und was sie alles geschafft hat. Deswegen kann ich mit stolzer geschwollener Brust sagen, ich hab ein grandioses Vorbild und eine fabelhafte Mutter. (Ich fand den Ausdruck so lustig, dass ich ihn einbauen musste) Übrigens kann ich auch sagen, dass ich den Spruch: Du bist wie deine Mutter!, wahrscheinlich niemals in meinem Leben als Beleidigung sehe. 

Heute habe ich keins mehr, aber früher hatte ich ein Idol. Jaaaaa, ich denk immer noch gern an die Zeit zurück. Ich verrate mal wer es war.

Michael Jackson

Du hast richtig gelesen. MJ war mein Idol. Als er 2009 starb brach eine Welt für mich zusammen, denn ich hatte ihn nicht sehr lange davor für mich entdeckt und angefangen ihn, ja ich würde sagen vergöttern. Mein Plan war es auf eins der neuen Konzerte zu gehen und diesen wunderbaren Tänzer einmal live zu sehen. Naja, kam anders und ich verbrachte 4 Jahre damit im Hype zu schwimmen. Da wollte ich werden wie er und ich hatte gefühlt alles von diesem Künstler bei mir im Zimmer. Seien es riesige Poster oder Biografien, alles wird ausgeschnitten und aufgehoben. Wenn ich mich nicht irre habe ich sogar den Großteil wirklich noch. In meinem Leben gab es selten einen Menschen den ich so klasse fand wie ihn. Und ich liebe seine Musik sowie seinen Tanzstil bis heute. Jedoch bin ich aus den Kiddieschuhen raus und etwas realistischer in der Hinsicht geworden. Denn dieser Mensch ist tot und ja wenn ich mir wünschen könnte, mit wem ich irgendwann mal reden will, dann wär das er.

In meinem Leben hatte ich noch nie einen Mentor. Viele Lehrer zieren meine Schulzeit, aber keiner dieser Lehrer war ein Mentor für mich, da sie ihren Job in einem Schulsystem vollbringen in dem ich mich nie aufgehoben gefühlt habe. Das ist ja nicht deren Schuld, auf keinen Fall, aber es ist ein Hindernis in dieser weise. Deswegen bin ich immer mit einem offenen Ohr und Auge unterwegs um einen potenziellen Mentor nicht zu verpassen. Einen solchen Menschen finde ich persönlich ziemlich hilfreich in einer Weiterentwicklung. Ab und zu braucht man eben jemanden der einen in den Hintern tritt und dann doch was beibringt.

Wer weiß, kann auch sein, dass ich irgendwann der Mentor von jemandem bin. Cool wär natürlich auch das Vorbild von jemanden zu sein oder das Idol. Jedoch sollte das niemals mein Ziel sein, denn das wär für mich eher eingebildet als weise. Trotzdem freue ich mich wenn ich mit dem was ich hier schreibe auch nur einem Menschen weiterhelfen kann, denn das was ich hier tue hilft mir persönlich ja schon unglaublich viel.

Lass dich nicht unterkriegen, dein Vorbild, Idol oder Mentor hat es wahrscheinlich auch nicht getan. Da darfst du gern mal den Copy/Paste-Vorgang benutzen. Aber vergiss nicht: Auch wenn du kopierst, du kopierst auf ein neues Blatt und das wird niemals das Original sein.

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