Körper sagt „NEIN“

Jeder von uns hat sich schon mal gefragt: „Bin ich auch irgendwann eins von diesen armen Schweinen, dass Burnout oder Depression hat?“. Wenn du das nicht bewusst gemacht hast, dann wahrscheinlich unterbewusst. Denn wir sind alle Menschen und haben Angst. Angst vor dem Unglücklich sein. Blöderweise, sitzen dort viele drin und bemitleiden sich selbst. Ist auch bis zu einem gewissen Grad in Ordnung.

Burnout und Depression sind jedoch anerkannte Krankheiten und mit denen ist nicht wirklich lustig ein Leben zu führen. Trotzdem werden beide von der Gesellschaft immer noch runtergemacht und nicht ernst genommen, selbst wenn Menschen deswegen sterben. (So makaber es auch klingt)

In unserer EGO-Gesellschaft dreht sich alles um uns selbst, keiner interessiert sich wirklich offen und ehrlich für den anderen. Doch wir müssen darüber reden. Selbst jemand, wie ich, der immer fröhlich ist und eigentlich nie schlechte Laune hatte, ist davon nicht verschont an einer der beiden Krankheiten zu leiden.

Doch was macht das Unglücklich sein wirklich mit unserem Körper? Ich schildere dir das kurz an meinem eigenen Beispiel. Der Job war langweilig und frustrierend, meine Arbeit wurde nicht wertgeschätzt und niemand kommunizierte auf einer respektvollen Ebene. Privat lief es mit der Liebe wirklich grauenvoll und das belastete mich als Harmoniemenschen noch um so mehr. Die Negativspirale drehte sich und das in die Tiefe. Wie machte sich das alles bemerkbar?

Ich fing an zu essen, jede Menge Zucker und nicht wirklich ausgewogen. Meine Motivation irgendwas zu tun blieb vollkommen auf der Strecke. Immer mehr verkroch ich mich in meine Gedanken und das Resultat war eine Kopfhaut die brannte als hätte man mich skalpiert. In meinem Gesicht machten sich unglaublich viele Unreinheiten bemerkbar die wehtaten und auch nicht auf die Idee kamen sich wieder zu verziehen. Je mehr ich mich in meinen Kopf verzog, unglücklich die Spiralrutsche runterrutschte wurde mein Körper schwer. Laufen, sitzen und sogar liegen waren unangenehm und ich fühlt nichts als Wut und Traurigkeit.

Das muss nicht bei jedem so aussehen, jeder hat eine andere Reaktion auf den eigenen Abstieg. Ausschlag, Gewichtsverlust oder vielleicht etwas anderes schwerwiegendes wie eine Lungenentzündung. Ich für meinen Teil kann froh sein, dass es dann mit extremen Haarausfall endete.

Nach meiner langen Pause im Büro war ich bereit aufzustehen. Aus meiner „Teenie-Depression“-Erfahrung kann ich sagen, mit sowas will man sich nicht mal den Schlüpfer anziehen oder die Augen auf machen. Jedoch entschied ich mich wieder aufzustehen. Denn eins wollte ich auf keinen Fall: Stehen bleiben!

Fast einen ganzen Monat später sitze ich nun hier und habe ein ähnliches Gefühl. Mein Körper fühlt sich schwer an, ich bin sehr viel am schlafen und essen. Müdigkeit und Hunger sind zwei ungute Komponenten beim Aufstehen. Denn momentan ist es ein Drahtseilakt. Von Minute zu Minute schwanke ich auf meinem dünnen Seil, dass ich mir mühsam auf die andere Seite geworfen habe. Da denkt man, das trennen ist schwer und kommt dann auf dem Seil zum straucheln. Jeder Zeit kann man zurück in die Suppe der alten Muster fallen und wieder drin versinken.

Ich will nicht zurück, ich will das einfach nicht. Eine Transformation zu dem was man sein möchte ist harte Arbeit, das kannst du mir glauben. Diese Müdigkeit und der ständige Hunger, ich deute das weniger als Rückfall, mehr als Zeichen meines Unterbewusstseins. Das rackert sich grade ab und versucht mir meine Intuition zu geben, die ich in gewissen Momenten brauch. Ebenfalls aber auch den Mut, dieser zu folgen oder das Ohr diese überhaupt zu hören.

Was habe ich nun aus den letzten zwei Monaten gelernt?

Egal welche Emotion in mir hochkommt, sie darf da sein. Pass aber bitte auf, dass diese nicht von anderen ausgelöst wird. (War bei mir jetzt zweimal der Fall. Hallo Fremdkontrolle!)

Meine Angst ist eine Emotion die mich antreiben darf. Denn die Angst wieder alte Muster zu benutzen ist größer als die Angst auf fremden Boden zu landen. Ready for new things!

Der größte Schritt ist es Hilfe zu akzeptieren. Ich selbst bekomme Hilfe von einem Coach und ich werde von meinem Umfeld unterstütz. Du musst nichts alleine machen! (Dein Körper wird es dir danken, glaube mir) 

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