Da kommt Nichts raus

Wenn man sich entscheidet kreative Arbeit zu leisten, sei es ein Blog, ein Buch oder einfach Gedichte, gibt es Phasen. Phasen in denen einfach nichts aus der grauen Masse rauskommt, da kannst du sie auspressen so sehr du willst.

Auch ich kenne Tage und Wochen in denen einfach nichts auf das weiße Blatt geschrieben wird. Es bleibt leer und ich sitze Stunden oder sogar Tage da. (Okay, ich steh schon mal auf) Aber es fühlt sich nicht gut an. Es frustriert und macht einem Kopfzerbrechen. Mir persönlich macht es Zeitdruck, dabei muss ich das alles nicht tun. Doch in mir ist eine Gloria die das will, sie will pünktlich liefern und das nicht erst auf die letzte Minute.

Vor kurzem hatte ich so einen Tag, ich saß da und hatte keine Ideen. Nichts, aber auch nichts passte mir und es war einfach nicht richtig. Somit ließ ich alles einmal liegen. Es ist nicht die Kunst immer alles richtig zu machen, nein. Ich denke, dass die Kunst das loslassen davon ist. Mit der Zeit merkte ich, dass nicht nur das loslassen von Gefühlen, Menschen oder einer Situation sinnvoll ist. Sondern auch bei meiner Kreativität.

Mein Coach sagte mal zu mir: „Gloria, du darfst dich langweilen!“. Der Satz war für mich immer auf alles andere bezogen nur nicht auf meine Arbeit bezüglich Blog und Podcast. Und als ich merkte, es darf auch hier mal langweilig sein und ich fing an mit Absicht mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, desto einfacher wurde es wieder einzusteigen.

Im Leben gibt es vieles was ich liebe und was ich loslassen musste. Wenn es das Richtige war kam es immer wieder zu mir zurück. Und auf dem Seminar am vergangen Wochenende wurde mir etwas weiteres klar.

Kreativität wächst mit Freude. Das Wochenende war der Hammer, ich habe tolle Menschen kennengelernt und eine wunderbare Energie gespürt. Ich war einfach happy und habe mich meines Lebens gefreut. Während man so zuhörte, Übungen machte und andere Menschen sah, fielen mir tausende Dinge ein, die man machen, produzieren und designen kann.

Es war der Moment, wo meine Kreativität explodierte. Meine Fantasie und meine Emotionen wurden auf einmal eins. Bei der Übung: Ich sah meiner Partnerin vier Minuten lang in die Augen und sah sie als Person. Jegliches Gefühl, dass sie hatte war in mir und ich vergoß ihre Tränen. (Ja, Mann, ich hab für eine fremde Frau geweint) Dieses Erlebnis ließ mich spüren, dass alles was mich herum lebt und existiert, mir kreative Anstöße liefert.

Zuerst wollte ich über meine Gefühle sprechen, die in mir hochkamen als ich merkte, dass nichts rauskam. Doch dann kam das Seminar und alles floß.

Es geht nicht darum wie du es machst, sondern, dass du dir die Freiheit gibst es loszulassen und zuzulassen.

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